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Ein langer und kalter Winter ist für die Zecken scheinbar kein Problem, wie die Erfahrungen des
letzten Jahres zeigen. Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München zählte 2009 in ausgewählten Regionen Bayerns fast doppelt so viele Zecken wie im Vorjahr.
Steigen die Temperaturen über 10 Grad Celsius, werden die Zecken aktiv. Je feuchtwärmer es ist, umso besser gedeihen sie.
Auch sollte man nicht dem weitverbreiteten Irrtum unterliegen, dass Zecken sich von Bäumen auf ihre Wirte fallen lassen. Sie sind vielmehr im hohen Gras oder in niedrigen Büschen zu finden. Dort werden die Parasiten im Vorbeigehen von Menschen oder Tieren abgestreift.
Zu den bekanntesten Krankheiten, die der Parasit überträgt, gehören die Infektionskrankheit Borreliose und die Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME), die tödlich enden kann.
Gegen die Borreliose gibt es keinen Impfschutz. Erkennt man eine Infektion jedoch rechtzeitig, ist sie meist gut mit Antibiotika behandelbar. Eine Infektion nach einem Zeckenbiss erkennt man an der sogenannten Wanderrötung der Haut rund um die Stichwunde. Sie bildet sich nach ein bis zwei Wochen und wird begleitet von Fieber, Kopfschmerzen und geschwollenen Lymphknoten. Es sollte dann dringend der Arzt aufgesucht werden.
Gegen eine FSME-Infektion kann man sich jedoch vorbeugend impfen lassen und ist geschützt.
Drei Impfungen sind notwendig, damit der Körper einen Schutz vor FSME aufbauen kann. Außer der Expressvariante, bei der die Impfungen innerhalb von zwei bis drei Wochen erfolgen, gibt es auch noch eine langsame Immunisierung. Dabei wird nach drei Monaten die zweite Impfung fällig und die dritte nach einem Jahr. Nach etwa drei bis fünf Jahren ist dann eine Auffrischung notwendig.
Die Kosten für die Impfung werden von den Krankenkassen übernommen.
Besonders in FSME-Risikogebieten ist eine Impfung empfehlenswert. In Deutschland ist besonders Süddeutschland nahezu flächendeckend als Risikogebiet ausgewiesen. Auch ein Großteil von Österreich und vor allem die osteuropäischen Länder sind Risikogebiete. Hier finden Sie die Übersichtskarten:
Es empfiehlt sich, bei Spaziergängen durch die Natur lange Hosen und Schuhe mit Socken zu tragen. Auf heller Kleidung sind die dunklen Zecken leichter zu entdecken. Da sich die Tiere aber auch im Aufschlag der Hose oder in Falten der Kleidung verstecken können, ist es ratsam die Oberbekleidung gut auszuschütteln.
Empfohlene Produkte finden Sie unter Zeckenschutz

Auch das Einreiben von Armen und Beinen mit einem wirksamen Zeckenschutzmittel ist sinnvoll. Beachten Sie jedoch, dass diese abweisenden Mittel nur einen zeitlich begrenzten Schutz bieten. Eine große Auswahl verschiedener Mittel zum Zeckenschutz finden Sie in unserem Sortiment.
Suchen Sie Ihren Körper nach einem Ausflug in die Natur oder nach Sport im Freien gezielt nach Zecken ab.
Ist eine Zecke auf einem potenziellen Wirt gelandet, sucht sie nach einer passenden Einstichstelle. Dabei bevorzugt sie dünne Hautpartien an dunklen, warmen Stellen, die gut durchblutet sind.
Untersuchen Sie deshalb besonders gut die Kniekehlen, die Achselhöhlen, den Haaransatz, aber auch die Leistengegend und die Gesäßfalte. Festgebissene Zecken fühlen sich wie ein kleiner Pickel oder Schorf an. Auch gründliches Duschen hilft, denn eine noch nicht festgebissene Zecke kann so einfach abgewaschen werden.
Zecken sollten möglichst schnell entfernt werden. Je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Man entfernt sie entweder durch gerades Herausziehen oder mit einer leichten Drehung. Wichtig ist, dass der Zeckenleib nicht gequetscht wird, da ansonsten borrelienhaltiges Material in die Wunde gequetscht werden könnte. Klebstoff oder Öl sollte nicht auf die Zecke aufgebracht werden.
Verwenden Sie eine feine Pinzette, eine spezielle Zeckenzange oder eine sogenannte Zeckenkarte aus der Apotheke und setzen Sie dabei möglichst nahe an der Haut an. Achten Sie darauf, dass die ganze Zecke entfernt wird und keine Reste des Kopfes in der Wunde verbleiben. Abschließend sollte die Wunde sorgfältig desinfiziert werden.
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