Sodbrennen
Sodbrennen - das vom Magen aufsteigende schmerzhaft brennende Gefühl - ist vielen Menschen aus eigener Erfahrung bekannt. Es kann bis in den Hals und Rachen hinauf brennen. Mitunter wird die Stimmer heiser, oder es kommt saures oder bitteres Aufstoßen hinzu.
DEAL of the Week
Top-Marken
Ursachen und Symptome
Meist fließt die stark saure Magensäure in die Speiseröhre. Die Schleimhaut der Speiseröhre wird gereizt, und das lästige Brennen tritt auf. Ursache ist meist ein ungenügender Verschluss des Mageneingangs. Auch ein Rückfluss aus dem Zwölffingerdarm oder erhöhte Darmbewegungen können Sodbrennen und bitteres Aufstoßen verursachen. Üppige oder unregelmäßige Mahlzeiten, alkoholische Getränke und Schwächung der Magenmuskulatur kommen als weitere Auslöser in Frage. Auch eine Schwangerschaft im letzten Drittel, Übergewicht, eine Magenschleimhautentzündung und Stress begünstigen die Entstehung.
Behandlung von Sodbrennen
Da Sodbrennen nur ein Symptom anderer Störungen ist, müssen die Auslöser gesucht und behandelt werden. Länger andauerndes Sodbrennen kann nicht nur zu Störungen des Wohlbefindens sondern auch zu weiteren Erkrankungen führen. Entzündungen, Geschwüre und Blutungen der Speiseröhre sowie dauerhafte Schädigungen der Stimmbänder sind mögliche Folgeerkrankungen. Um weitere Schäden zu verhindern sollte parallel zur Ursachensuche bereits die symptomatische Behandlung erfolgen. Viele Medikamente sind rezeptfrei erhältlich. Bei länger andauerndem Sodbrennen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Zur schnellen Symptomlinderung stehen wirksame Medikamente mit unterschiedlichen Wirkstoffen zur Verfügung.
Antazida
Diese Medikamente neutralisieren die Magensäure. Inhaltsstoffe sind meist schwache Basen oder Salze schwacher Säuren, um die Magensäure zu puffern. Dabei handelt es sich meist um Aluminiumoxid und Magnesiumoxid sowie Carbonate, Hydrogenkarbonate, Silikate und Citrate in Verbindung mit Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium. Die Medikamente sind als Pulver, Tabletten, Kautabletten und Gels erhältlich.
Protonenpumpenhemmer
Die Medikamente dieser Gruppe sind vielen Patienten bekannt unter dem Begriff "Magenschutz", da sie oft begleitend zu anderen Medikamenten verordnet werden. Sie helfen bei Sodbrennen, indem sie die Produktion von Magensäure in den verantwortlichen Zellen des Magens unterdrücken. Wirkstoffe dieser Präparate sind Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol. Die Medikamente werden als Tabletten oder Kapseln verabreicht.
Ranitidin
Dieser Wirkstoff gehört zu den H2-Antihistaminika. Medikamente mit dem Inhaltsstoff Ranitidin hemmen im Magen die histaminabhängige Salzsäureproduktion und die Freisetzung des Verdauungsenzyms Pepsin.
Alginate
Hierbei handelt es sich um Salze der Alginsäure, die von Braunalgen und manchen Bakterien gebildet wird. Alginate werden nicht verstoffwechselt. Somit bilden Medikamente mit Alginaten eine physikalische Barriere zwischen der Magensäure und der Speiseröhre. Dabei wird durch den Zusatz weiterer Stoffe ein zäher Schaum erzeugt. Er legt sich auf den Mageninhalt. Dadurch kann die Magensäure nicht in die Speiseröhre fließen und Sodbrennen wird verhindert.
Naturheilkundliche Medikamente gegen Sodbrennen
Auch die Naturheilkunde bietet eine Palette an Präparaten zur Behandlung des Sodbrennens. Homöopathische, anthroposophische und pflanzliche Medikamente sowie Schüsslersalze stehen als Tropfen, Tabletten und Tees zur Verfügung.
Tipps zur Vorbeugung von Sodbrennen
Die Beschwerden können auftreten oder sich verschlimmern nach der Aufnahme von fetthaltigen, säurehaltigen oder sehr scharfen Nahrungsmitteln oder Getränken. Ebenso nach dem Konsum von Alkohol, Zigaretten, Kaffee oder pfefferminzhaltigen Stoffen. Da sich das Sodbrennen beim Liegen verschlimmert, sind diese Dinge vorm Schlafengehen zu vermeiden. Am Beginn der Nahrungsaufnahme sollte ein Glas (warmes) Wasser stehen. Erst danach erfolgt die Aufnahme fester Speisen. Kaffee, Fruchtsäfte und Alkohol werden besser nach dem Essen vertragen. Auch Leinsamen- und Haferschleim sowie Haferbrei vor dem Essen helfen, die Magenwände zu schützen.