Trockene Augen
Normalerweise wird die Bindehaut durch einen dünnen Film aus Tränenflüssigkeit vor äußeren Reizen geschützt. Da dieser Tränenfilm nicht stabil ist, muss mehrmals pro Minute immer wieder neue Tränenflüssigkeit über das Auge verteilt werden. Dieses Blinzeln geschieht alle fünf bis 10 Sekunden mit einem Lidschlag über das Auge. Bei vielen Menschen reicht dies allerdings nicht aus, da die Tränenflüssigkeit zu wenig stabil ist. Trockene Augen sind dann häufig die Folge.
Wann entstehen trockene Augen?
Trockene Augen entstehen immer dann, wenn die Stabilität des schützenden Tränenfilms nicht ausreicht. Das kann verschieden Ursachen haben:
- Klimaanlagen, Zugluft, Heizung können die Augen austrocknen
- Beim Arbeiten am Computer-Bildschirm blinzelt man weniger. Der Tränenfilm wird dadurch nicht mehr so oft erneuert
- Die Antibabypille und Hormonpräparate gegen Wechseljahrsbeschwerden können die Tränenproduktion verringern. Auch Schlafmittel, Medikamente gegen Allergien oder blutdrucksenkende Arzneimittel können diese Nebenwirkung haben
- Bei Erkrankungen wie Diabetes und Rheuma oder während der Wechseljahre reduziert sich die Aktivität der Tränendrüsen
- Außerdem kann die Veränderung der Tränenflüssigkeit auch erblich bedingt sein
- Häufig führt auch das Tragen von Kontaktlinsen zu Symptomen des Trockenen Auges
- Wird zu wenig Tränenflüssigkeit produziert, ist das Auge besonders reizempfindlich. Ernsthafte Augenschäden können entstehen. Eine Verdickung und Vernarbung der Hornhautoberfläche kann die Folge sein und zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.
Wie erkennt man trockene Augen?
Trockene Augen erkennt man vor allem an der Reizempfindlichkeit, da der schützende Tränenfilm fehlt:
- Die Augen brennen und sind gerötet
- Man hat das Gefühl, dass ein Fremdkörper oder Sand in den Augen ist
- Die Augen scheinen grundlos zu tränen
- Morgens sind die Lider verklebt
- Die Augen werden schnell müde
Was hilft gegen die Beschwerden?
Für kurzfristige Lösungen bei Beschwerden mit trockenen Augen sind Augentropfen oder Augengels geeignet. Diese sogenannten "künstliche Tränenflüssigkeiten" schaffen schnelle Hilfe und lindern die Reizempfindung.
Sollten die Beschwerden nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen abklingen, sollten Sie den Rat eines Augenarztes einholen und die Ursachen abklären lassen.
Bei vorbeugender oder regelmässiger Anwendung über längere Zeit sollten Sie ebenfalls Ihren Augenarzt nach einem geeigneten Augenpräparat fragen. Da die Tränenflüssigkeit aus einer wässrigen, einer fetthaltigen und einer Schleimschicht besteht, muss jeweils das entsprechende Tränenersatzpräparat ausgewählt werden. Augengels sind geeignet die Fettsubstanzen der Tränenflüssigkeit zu ersetzen.
Tipps zur Vorbeugung
Sobald feststeht, dass es sich bei den Beschwerden um ein trockenes Auge handelt, können Sie zusätzlich selbst einiges dazu beitragen, um die Augen feucht zu halten:
- Meiden Sie Räume mit trockener oder klimatisierter Luft und halten Sie sich viel an der frischen Luft auf
- Unterbrechen Sie ca. alle zehn Minuten Ihre Arbeiten am Bildschirm und blinzeln Sie ein paar Mal bewusst, während Sie vom Bildschirm aufschauen
- Richten Sie das Frischluftgebläse im Auto nicht direkt auf Ihr Gesicht
- Lassen Sie regelmäßig Ihre Sehschärfe überprüfen. Fehlsichtigkeit oder eine falsche Brille begünstigen trockene Augen